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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Verfassen von Businesstexten und was man beachten sollte II

Es gibt ca. 10.000 verschiedene Schrifttypen. In der Regel unterscheidet man zwischen Serifen- und Non-Serifenschriften. Eine mustergültige Serifenschrift ist zum Paradebeispiel die Times New Roman, über die jeglicher Computer verfügt.

Serifen, das sind die feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende vollenden - quer zu seiner Grundrichtung. Sie potenzieren die Lesbarkeit fühlbar, da die Augen an den Serifen Halt vorfinden. Aus diesem Grund werden Bücher typischerweise in Serifenschrift gedruckt.

Dennoch Achtung: Am Display gelten andere Regeln. Text ohne Serifen z. B. Arial oder Verdana lassen sich richtiger in Bildpunkte übersetzen. Daher sind sie am Bildschirm lesbarer und sollten für Homepagetexte verwendet werden.

Ein paar Homepage-Sysadmins meinen es gut mit ihrem Leser und schreiben in riesigen Fontsen. Das gilt unter Kennern aber als dilettantenhaft. Aus diesem Grund ein paar Faustformeln: Für den Grundtext eignet sich Schriftgröße 10 oder –11, für die Hauptüberschrift 16, für Unterüberschriften 13 und für Zwischenüberschriften 11. Das gilt für print sowie online.

Die Lesbarkeit eines Textes hängt im Bedeutenden vom Wortzwischenraum und der Zeilenlänge ab. Ganz auf der Hand liegend ist: Für den Fall, dass alles dicht gedrängt aneinandergequetscht ist, ist das Lesen schwierig. Geben Sie dem Leser Platz.

Zeilenbreite: Zeilen unter 35 und über 65 Zeichen stören den Lesefluss. Für die Bildschirmtypografie sind Zeilen mit 45 Zeichen ideal.

Zeilenabstand: Der optische Zwischenraum zwischen den Zeilen sollte näherungsweise den Mittellängen der verwendeten Schrift entsprechen. Das entspricht z. B. der Größe des kleinen m. Die richtige Bevorzugung liegt also irgendwo nebst dem einfachen und dem anderthalbfachen Zeilenabstand.

Um einen Text zu konzeptualisieren, sollten Sie erlernen, ihn als grafisches Element zu untersuchen, losgelöst vom Inhalt. Am besten ist dann die alte Learning-by-doing-Lebensregel: Spielen Sie mit andersartigen Schrifttypen und Schriftsatzmaßen, erlernen Sie, deren Auswirkung zu evaluieren.

Obendrein: Für den Fall, dass es um wirklich wichtige Business-Texte beispielsweise Broschüren- oder Mailing-Texte geht, lassen Sie jederzeit noch mal einen Sachkenner (einen Schriftsetzer, Grafiker, Drucker oder Texter) darauf schauen. Die Investition lohnt sich. Es geht letztendlich um Ihre Professionalität und Ihr Business.

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