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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Der überreichliche Speicher der Erinnerung

Erinnerung - der überreichliche Speicher

Lehrgang Übersicht Gedächtnistechniken

In jegliche Augenblick nimmt der Organismus über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) eine Unmenge von Gefühlseindrücken aus einer unbändigen Flut äußerer Reize auf. Seine Rezeptionskanäle

würden mit diesen Sinneseindrücken überbelastet, seine Empfänglichkeit aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die natürliche Ausfilterung solcherlei Rezeptionen.

Insofern wird der größte Teil dieser Rezeptionen binnen kürzester Zeit ausgelöscht und vererben dabei keine Spuren. Nur manche gelangen über einen längeren Zeitabstand in die Erinnerung.

Ultrakurzzeiterinnerung

Zuallererst gelangen Kognitionen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Hier bleiben Sie für ca. zwei bis höchstmöglich 20 Sekunden. Sowie sie nicht an das Kurzzeiterinnerung transferier werden, gehen sie unwiederbringlich verloren.

Ein Exempel: Die Unfallpsychologie lehrt uns, dass ein vorfallender Schock (als Schutzmechanismus der Psyche) zur Löschung von Unfallereignissen führt. Solcherlei verlorene Kognitionen lassen sich weder vermittels hypnotischer Maßnahmen noch anhand intensives Nachdenken reproduzieren.

Ultrakurzzeiterinnerung leistet den tragenden Dienst, einmal angefangene Handlungen fortzuführen, bspw. eine Treppe zu besteigen oder den Bücherregal zu putzen. Ultrakurzzeitgedächtnis arbeitet auf der Stufe der Sinneswahrnehmungen (-organe), ohne dass wir dessen gewahr werden.

Die über die Sensorischen Organe eintreffenden Impressionen schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Vibrationen im Nervensystem.

Kurzzeitgedächtnis

Verschiedene Eindrücke rufen chemische Modifikationen im Denkorgan hervor. Dies passiert bei Erlebnissen die sehr ausgeprägt sind oder bei solchen, die mit starken Gefühlen verbunden sind. Gleichfalls solche, die unsere starke Anteilnahme induzieren oder vor allem lange andauern und wiederholt werden, fabrizieren chemische Veränderungen.

Wenn Sie vor einem Ereignis etwas Besonderes gegessen haben oder regelmäßig an einem Wochentag das Gleiche dinieren, werden Sie esentsinnen können. Kurzzeiterinnerung reicht dabei für einige Minuten, bis Stunden und selbst Tage. Damit diese Daten in das Langzeiterinnerung übernommen werden, müssen sie zugegen gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Iteration.

Langzeitgedächtnis

Zumeist betrachten wir das, was wir aus Langzeitgedächtnis abermals hervorbringen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint im Allgemeinen grenzenlos zu sein. Wir sind im Stande, ein ein Leben lang (Neues) lernen, und wir sind im Stande das Erlernte zu behalten. Die Verankerung von Wahrnehmungen und Daten im Langzeitgedächtnis erfordert mehr als Repetition (Wiederholung).

Wohl vollbringen wir die Weiterleitung der Information an  Kurzzeiterinnerung mit Repetition, aber Langzeitgedächtnis benötigt zusätzlich die Verarbeitung dessen. Zur Weiterverarbeitung gehören: die Strukturierung (Einteilung) und ein planmäßiges Erstellen von Sinn- und Ausdeutungszusammenhängen. Ein Medium zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'.

Mit ihr definiert man Informationsstücke und verbindet sie über Interpretations- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erhalten dabei eine Gedankenstruktur, wie bspw. eine Pyramide, in der die separaten Abstraktionsebenen abgebildet sind.

MnemotechnikI

Task

Dokumentieren Sie für jeden Erinnerungsbereich mindestens zwei Beispiele für das, was Sie darin jeweilig behalten.

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