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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Beziehungsebene Verständigungsprozess

Auf der Beziehungsebene ist der Verständigungsprozess geprägt von Vertrauen, von der Fertigkeit, dem anderen zu vertrauen respektive wie sehr man dem anderen Zweifel entgegenbringt (siehe weiterhin von Thun). Aus den Erlebnissen, die wir mit der loyalen Handhabung mit anderen gemacht haben,

bzw. in wie weit unser Vertrauen missbraucht wurde, entwickeln wir mit der Zeit eine interne Einstellung, die wir in Annäherungsprozessen anwenden.

Ebenfalls diese Maniern beeinflussen das Führungsverhalten.

Negativer Vertrauenskreislauf (Argwohn)

Hier gehen wir von einem argwöhnischen Manager aus, dessen Leitungsverhalten geprägt ist von Reserviertheit und Bedacht gegenüber seinen Mitarbeitern, die in in Geduld übender Position das Betragen des Vorgesetzten beobachten und sich ebenso zurückhaltend respektive vorsichtig verhalten. Letzteres wirkt als Verstärker (accelerator) auf den "Misstrauensbedarf" des Vorgesetzten - er fühlt sich mit seinem Argwohn bestätigt.

Affirmativer Vertrauenskreislauf (Zutrauen erhaltend oder motivierend)

Der umgekehrte Kurs zu oben ist, dass der Leiter ein gesundes Maß an Zutrauen seinen Beschäftigten entgegenbringt, Aufgeschlossenheit und Unbescholtenheit an den Tag legt. Die Arbeitnehmer machen ihre Erfahrungen mit diesem Führungsstil und sind gleichfalls offen und integer im Umgang mit dem Manager. Der Manager sieht seinen Gewissheitsvorschuss als bestätigt an, wodurch er sein Leitungsverhalten als bestätigt sieht.

Zweifel hat die Eigentümlichkeit, dass mit (Exzess) Vigilanz in eine kommunikative Beziehung hineingegangen wird, mit der Folgeerscheinung, dass auf der Fragestellungsebene der Interaktion mit klar eingegangenen Informationsverlusten umgegangen wird (man teilt den Beschäftigten nicht die Gesamtheit mit) und vice versa. Daher fühlen sich die Beteiligten unterdies veranlasst, Befangenheit zu verspüren und vorsichtig zu sein.

 

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