Mon01222018

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Investitionsrechnung - Risikoanalyse

Obgleich die bisher behandelten Verfahren eine Betrachtung von Dependenzen der verschiedenen Unternehmensbereiche nicht vorlegen, zeichnet sich die Routine der synchronen Investitionsrechnung dadurch aus, dass sie erprobt, den "... Überschneidungen und reziproken Abhängigkeitsbeziehungen, durch gleichzeitige Entscheidungen, das heißt durch synchrone Investitionsplanungen, gerecht zu

werden."

Die aus dem Operations Research hervorgehenden Optimalmodelle sind auf die Beachtung tunlichst aller erheblichen Teilfaktoren und Interdependenzen des Entscheidungsfeldes der Organisation ausgerichtet und "... ringen um bestmögliche Zusammensetzungen wirtschaftlicher Verhaltensweisen und Dispositionen innert der betrieblichen Planungsbereiche an."

Risikoanalyse (risk analysis)

Die Routine der Risikountersuchung ist dadurch charakterisiert, dass deren Ziel die Untersuchung einer Wahrscheinlichkeitsverteilung für das Entscheidungskriterium (Kapitalwert) der Geldanlagen ist. Die Ausgangsebene der Wahrscheinlichkeitsverteilung stellt sich aus subjektiven Glaubwürdigkeitsvorstellungen (authenticity concept) zusammen, das heißt es handelt sich um die Distribution" unsachlicher Wahrscheinlichkeiten". Die Anwendung dieser Routinen setzt die Beherrschung der Fähigkeiten aus wahrscheinlichkeitstheoretischen und entscheidungstheoretischen Ausgangsebenen voraus.

In diesem Fall sind drei Methoden besonders hervorzuheben: die Hillier-Heebink-Methode und die simultative Vorgehensweise.

a) Hillier-Heebink-Herangehensweise

In diesem Fall wird geprüft, ob die Einnahmen/Ausgaben-Überschüsse der einzelnen Intervalle stochastisch autonom, vollkommen zusammenhängen oder keines der beiden Charakteristika vorlegen. Einschätzung: Gewinnerwartung wird um die dreifache Streuung der Einnahmen/Ausgaben-Überschüsse. Als nächstes erfolgt die Ermittlung des Wartungswertes der Kapitalwertverteilung.

b) simultative Herangehensweise

Im Unterschied zum oben beschriebenen analytischen Verfahren der Hillier-Heebink-Herangehensweise wird hier nicht von Anfang an von einer gegebenen Verteilung des Kapitalwertes ausgegangen. Es werden eher die subjektiven Wahrscheinlichkeitsdistributionen der am Beginn größten Kapitals der Berechnung zu Grunde gelegt und daraus mittels Simulation (Computer gerechnet) eine Häufigkeitsausteilung des Kapitalwertes ermittelt.

 

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