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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Rentabilitätsrechnung/ Kostenvergleichsrechnung

Eine Kostenvergleichsrechnung kam nicht zur Einsatz, da keine Optionen zu Investitionen X.-AG in Betracht gezogen wurden. Darüber hinaus erfolgte keine Rentabilitätsrechnung, so dass über die Verzinsung der eingesetzten Finanzen keine Aussagen vorlagen (noch mittlerweile bestehen).

Eine, wie auch in diesem Fall, vielmals gehörte " Begründung" für das Fehlverhalten gegenüber Investitionsrechnungen ist folgende: " die Ergebnisse von Investitionsrechnungen sind in der Praxis auf gar keinen Fall genau. Wir verzichten deswegen lieber auf den Aufwand, den die Realisierung einer gründlichen Investitionsrechnung hervorrufen würde."

An diesem Punkt liegt ein Trugschluss vor, angesichts der Tatsache, dass eine geeignete Investitionsrechnung führt eben die wahrhaften Faktoren zu Tage, die einen Erfolg beziehungsweise Fehlschlag einer Investition bedingen können.

Ein weiterer Indiz für ein gegenwärtiges Fehlverhalten gegenüber Investitionsrechnungen ist die Tatsache, dass eine statische Amortisationsrechnung zur Anwendung kam (" advers Bedingungen der Praxis"), anstatt einer dynamischen Amortisationsrechnung.

Die dynamische Amortisationsrechnung eignet sich richtiger bei der wertmäßigen Beachtung von Zahlungsströmen als die statische.
Blohm/Lüder geben folgende Gründe für fehlende beziehungsweise unpassende Investitionsrechnungen an:

Fehlende Kenntnis der vorhandenen Rechenmethoden, ihrer Brauchbarkeit und Grenzen sowohl bei der Erstellung als auch bei der Veränderung der Annahmen für die Rechenergebnisse.

Angst vor einer Einschränkung der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit durch die Investitionsrechnung.

Verweigerung der Kalkulation wegen schlechter Erfahrungen mit der Rechnung in der Vergangenheit.

Die Vorausschätzung zukünftiger Einnahmen und Ausgaben von Investitionsprojekten wird generell als undurchführbar betrachtet ("prediction is impossible").

Beim untersuchten Fall der Investitionen X.-AG kommt, neben dem oben beschriebenen Fehlverhalten ein folgenschwerer Sachverhalt hinzu, der mitbestimmend ist für die Ermangelung geeigneter Investitionsrechnungen.

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