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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Dynamische Verfahren

Die dynamischen Verfahren, ebenso finanz-mathematische genannt, beheben zum Teil die Ermangelung der statischen Verfahren dadurch, dass

1. Kosten und Erträge im Verlauf der ganzen Lebensdauer berücksichtigt werden, anstelle lediglich die Kosten und Erträge einer Einsatzsperiode,

2. das Aufschlag- und Zinseszinsaufkommen der Aufwendungen und Erträge mit berücksichtigt werden,

3. Bei Rationalisierungsinvestitionen " der unausführbare Teil des kalkulatorischen Restwertes der alten Disposition" berücksichtigt wird.

a) Kapitalwertprozedur (present value calculus)

Bei dieser Prozedur werden die Investitionsalternativen individuell auf dem benötigten Kapitaleinsatz, perspektivischen Kosten und Erträgen hin untersucht (ohne Abschreibungen und Zinsen). Dann folgt eine Abzinsung der Differenzbeträge bei Einnahmen (Erträge) und Ausgaben (Kosten) zu den veranschlagten Daten. Demzufolge erhält man die momentanen Kapitalwerte der Investitionsauswahlmöglichkeitn.

b) Verfahren des internen Zinsfußes

Zunächst wird wie bei der Kapitalwertmethode vorangegangen - Ermittlung des obligatorischen Kapitaleinsatzes und der antizipierten Überschüsse - kalkuliert aber anschließend den Zinssatz zu dem abgezinst werden müsste, um einen Barwert zu erhalten, der dem obligatorischen Kapitaleinsatz gleich groß ist. Als Voraussetzung benötigt man die Estimationswerte des obligatorischen Kapitals und erwarteten Überschüsse; die Kalkulation gibt dann Aufklärung über die zu erwartende Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

c) Annuitätenmethode

Nach der Diskontierung der antizipierten Rohgewinne zum Entscheidungszeitpunkt wird der Barwert mit einem Wiedergewinnungskriterium (Kehrwert des Rentenbarwertfaktors) multipliziert. Man erhält im Zuge dessen einen alljährlichen fiktiven Rohgewinn. Die Multiplikation des Kapitaleinsatzes mit dem Wiedergewinnungsmerkmal ergibt die annualen Kapitalkosten (Abschreibungen, Zinsen). Die Wechselbeziehung zwischen alljährlichem Rohgewinn und Kapitalkosten der separaten Investitionen und der Vergleich mit den optionn der Investitionsvorhaben autorisieren Entscheidungen bzgl. der Opportunität und Brauchbarkeit.

 

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