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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Konjunkturlagerisiko und Konsequenzen

Unter dem Konjunkturlagerisiko wird die Gefahr von Börsennotierungsverlusten verstanden, die folglich entstehen, dass der Investor die Konjunkturentwicklung nicht oder nicht wahr bei seiner Prädispositionsentscheidung berücksichtigt und im Zuge dessen zum falschen Moment eine Wertpapierdisposition tätigt oder Wertpapiere in einer negativen Wirtschaftslagephase hält.

Der Konjunkturzyklus

Die Konjunktur stellt sich als periodische Wellenbewegung um den langfristigen wirtschaftlichen Wachstumspfad dar. Der kennzeichnende Konjunkturlagezyklus dauert zwischen drei und acht Jahren, welche sich in die folgenden vier Spannen abgrenzen lassen:

1.    Ende der Rezession/Depression

2.    Aufschwung, Rekonvaleszenz

3.    Konjunkturboom, oberer Wende

4.    Flaute, Rezession

Die Zeitdauer und die Intensität der einzelnen kommerziellen Auf- und Kontraktiv phasen differieren, und auch die Konsequenzen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche sind verschiedenartig. Zu beachten ist darüber hinaus, dass der Konjunkturlagezyklus in einem anderen Land vorlaufen oder nachlaufen kann.

Konsequenzen auf die Kursentwicklung

Die Entwicklungen der wirtschaftlichen Aktivität einer Ökonomie haben fortgesetzt Auswirkungen auf die Quotationsentwicklung der Wertpapiere: Die Börsennotierungen schwanken in etwa (vorwiegend mit einem temporalen Vorlauf) im Rhythmus der konjunkturellen Auf- und Baissephasen der Wirtschaft.

Anlageformen, die in bestimmten Wirtschaftslagephasen empfehlenswert sind und Gewinne antizipieren lassen, sind in einer anderen Spanne weniger angebracht und bringen möglicherweise Verluste ein. Bei jeder Dispositionentscheidung spielt das „Timing" - die Auswahl des Zeitpunktes des Wertpapierkaufs oder -Verkaufs - eine gewichtige Rolle.

Sie sollten deswegen pausenlos Ihre Kapitalanlage unter dem konjunkturellen Aspekt auf Zusammenstellung nach Anlagearten und Anlageländern inspizieren (und einmal getroffene Anlageentscheidungen ggf. überarbeiten).

Die Wertpapierkurse (und außerdem die Währungskurse) antworten im Besonderen auf beabsichtigte und tatsächliche Veränderungen in der staatlichen Wirtschaftslage- und Finanzpolitik. Zum Beispiel üben binnen volkswirtschaftliche Maßnahmen, aber obendrein Streiks eine starke Wirkung auf die volkswirtschaftliche Lage eines Landes aus.

Daher mögen selbst dort Rückschläge an Kapital- und Devisenmärkten in Erscheinung treten, wo die Entwicklungsmöglichkeiten ursprünglich als sinnvoll zu untersuchen waren.

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