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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Mögliche Vermögenseinbuße eines Finanziers - Inflationswagnis

Das Inflationswagnis beschreibt die Gefahr, dass der Finanzier im Zuge einer Geldentwertung eine Vermögenseinbuße erleidet. Dem Wagnis unterliegt zum einen der Realwert des gegebenen Eigentums, zum anderen der effektive Gewinn, der mit dem Vermögen umgesetzt werden soll.

Realzins als Ausrichtungsgröße

Tatsache ist: Eine Preissteigerungsrate von zum Beispiel vier bis fünf Prozent pro Jahr würde in lediglich sechs Jahren zu einem Geldwertabbau von rund 25 Prozent, in zwölf Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldkapitals führen.

Als Finanzier sollten Sie also auf die Effektivverzinsung achten: Darunter versteht man bei festverzinslichen Wertpapieren die Abweichung zwischen der Ausbeute und der Preissteigerungsrate.

In den meisten Konjunktur- und Zinsphasen der Vergangenheit war in der BRD bisherig ein positiver Realzins bei Anleihen zu verzeichnen. Berücksichtigt man dennoch zudem die Versteuerung der Entgelte aus Kapitalvermögen, so konnte nicht immer eine Kompensation des Kaufkraftschwundes erzielt werden.

Aktien als so genannte Sachwerte offerieren ebenfalls keinen eingehenden Schutz gegen die Inflation.

Der Grund dafür: Der Kunde sucht in der Regel keinesfalls den Substanzwert, stattdessen den Ertragswert der Aktie. Je nach Höhe der Preissteigerungsrate und dem verwirklichten Ertrag in Form von Dividendenerlös und Kursgewinnen (oder Kursverlusten) kann sich eine negative oder eine positive Echtverzinsung ergeben.

Inflationsbeständigkeit von Sachwerten im Unterschied zu Geldwerten

Darüber, in welchem Umfang eine Investition wertbeständig, d. h. zuverlässig vor Geldwertschwund ist, mag keine grundsätzliche Proposition getroffen werden. Langfristige Vergleiche haben ergeben, dass Sachwerte bessere Anlageergebnisse erzielten und angesichts dessen wertbeständiger waren als Geldwerte.

Ebenso in den exorbitanten Inflationen und Währungsausrichtungen nach den beiden Weltkriegen erwiesen sich Sachwerte beständiger als nominell abhängige Gläubigeransprüche. Mittendrin gab es allerdings längere Teilstrecken, in denen umgekehrt Geldwertanlagen den Sachwertanlagen besser waren.

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