Wed09192018

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Fremdwährungsengagements und Investoren

Investoren sind einem Währungsfährnis ausgesetzt, sowie sie auf fremdländische Währung lautende Handelspapiere halten und der zu Grunde liegende Kurs sinkt. Vermöge der Aufwertung des Euro (Entwertung der Auslandswährung) verlieren die in Euro gewertten landfremden Besitzspositionen an Wert.

Zum Kursfährnis fremdstaatlicher Papiere kommt hierdurch das Währungsrisiko hinzu - auch sowie die Papiere an einer deutschen Börse in Euro gehandelt werden.

Gleichermaßen sind die Anleger dem Währungsrisiko bei sonstigen Fremdwährungsengagements wie zum Beispiel Tages- oder Termingeldern in fremdländischer Währung ausgesetzt.

Einflussnahme auf den Kurs eines Landes haben längerfristig-strukturelle Faktoren wie Geldentwertungstrends der entsprechenden Volkswirtschaften, Leistungsfähigkeitsunterschiede, langfristige Entwicklungen der Nettowährungsreserven und -Außenstände und permanente Trends in der Beziehung zwischen Export- und Importpreisen.

Selbige Kriterien bestimmen die langfristige Verwirklichung der Währungsrelationen.

Kreisläufige Einflussfaktoren können mittelfristig Abweichungen des Wechselkurses von der längerfristigen Balancerelation verursachen. Im Zuge dessen können sich bedeutende Unstetigkeiten in beide Richtungen ergeben, welche teils über eine längere Zeitspanne dominieren.

Diese mittelfristigen Neigungen werden etwa von der Fortentwicklung realer Zinsabweichungen, Handels- und Leistungsbilanzzahlen oder geld- und fiskalpolitischen Entscheidungen geprägt.

Auch kurzfristige Rahmenbedingungen wie zeitgerechte Marktmeinungen, bewaffnete Auseinandersetzungen oder andere politische Konflikte können sowohl Kursniveau als gleichfalls Liquidität im Kommerz bestimmter Währungen steuern.

Ist die weltpolitische Gesamtlage unter Spannung, profitieren hiervon vornehmlich Währungen, die als exzeptionell zuverlässig gelten (Safe-Haven-Argument).

Als Anleger sollten Sie dem Währungsblickwinkel besondere Wachsamkeit schenken: Denn die Währungsentwicklung mag einen ausführbaren Renditevorsprung rapide aufzehren und die geschaffte Verdienstspanne so stark in Mitleidenschaft ziehen, dass im Nachhinein betrachtet, die Disposition in der Heimatwährung nützlicher gewesen wäre.

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