Mon01222018

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Rechtsrahmen und Fährnis der Eigenverwahrung

Auskunftsantrag fremdstaatlicher Aktiengesellschaften

Egal, ob fremdstaatliche Wertpapiere von dem Geldinstitut im Inland oder im Ausland gekauft, abgestoßen oder asserviert werden: Die landfremden Papiere unterliegen dem Rechtsrahmen des Landes, in dem die Beschaffung,

die Veräußerung oder die Aufbewahrung erfolgt. Sowohl die Rechte und Pflichten wie ebenso die des Geldinstitutes determinieren sich folglich entsprechend dem dortigen Rechtsrahmen, die auch die Offenlegung des Eignernamens einschließen mag. So sind etwa Aktiengesellschaften oft berechtigt oder selbst verpflichtet, über ihre Aktionäre Informationen einzuholen. Desgleichen gilt genauso regelmäßig für landfremde Kapitalmarktaufsichtsbehörden, Wertpapierbörsen ebenso wie andere zur Aufsicht des Finanzmarktes befugte Stellen.

Beweggründe solcher Auskunftsgesuche staatlicher Stellen sind zum Beispiel Geheimnisträgerverdachtsfälle oder Sachverhalte der Börsennotierungs- und Marktpreisbeeinflussung. Es handelt sich dieserfalls um Tatbestände, wie sie ebenso in Europa und Deutschland auf Erfordernisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder anderer Finanzmarktkontrollorgane hin zu bearbeiten sind. Insoweit  das depotführende Finanzinstitut folgend im Einzelfall zur Auskunftsausgabe unter Notifikation des Eignernamens verpflichtet ist, wird jener informiert.

Fährnis der Eigenverwahrung

Sowie Wertpapiere in Eigenverwahrung in Verwahrung genommenwerden sollen, sollte bedacht werden, dass im Tatbestand des Untergangs der Urkunden, beispielsweise durch Brand oder Diebstahl, für die Restauration der Rechte ein juristisches Ausrufungsverfahren eröffnet werden muss, das bedeutende Kosten verursachen kann. Die Besorgung der neuen Urkunden mag von der Einleitung der ersten Initiativen bis zur provisorischen Ausstellung mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Powered by

Powered by SkillZone