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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Übergang in der Marktgegebenheit

Bezeichnungsessenz und Grundgedanke des Marketing

Zur Klarsicht der Marketing-Bezeichnung ist es sinnvoll, zuerst den Wandel im Markt darzustellen. Berechtigt spricht man davon, daß  der Umbruch vom Verkäufer- zum Käufermarkt als die Quelle des Marketing geachtet werden kann.

Nach einer Charakterisierung des Verkäufer- und Käufermarktes sind dann aus geschichtlicher Perspektive drei Entfaltungsphasen von der Herstellungsorientierung über die Verkaufsorientierung bis hin zur Marketingorientierung aufzuzeigen.

Der Übergang in der Marktbegebenheit

In der Nachkriegszeit war in unserem Nationalstaat die Marktaggregation von einem Überhang an Nachfrage gekennzeichnet. In jener Verkäufermarkt-Gegebenheit repräsentierten die Unternehmensleiter die stärkere Position am Markt im Gegensatz zu Handel und Konsument.

Die wesentlichste Fragestellung der Erzeuger lag zu jener Zeit darin, die Leistungserstellung möglichst geradewegs und ökonomisch durchzuführen. Der Schwerpunkt des Führungsteams richtete sich folglich auf den Erwerb der kärglichen Rohstoffe wie auch auf eine geschwinde Zunahme der Verarbeitungskapazität.

Ausdruck des starken Nachholbedarfs in der Nachkriegszeit waren die sog. Konsumwogen („Freß-", Bekleidungs-, Einrichtungs-, Motorisierungswelle usw.), die den Sales der Erzeugnisse für die Fertiger sicherstellten.

Mitte bis ca. Abschluss der fünfziger Jahre - von Industriezweig zu Branche unterschiedlich — kam es zu einer Gleichförmigkeit von Angebot und Nachfrage. In allen hochprosperierenden Volkswirtschaften zeigte sich außergewöhnlich bald die Geneigtheit, daß das Angebot schleuniger zunahm als die Nachfrage.

Es erfüllte sich somit die der Umbruch vom Verkäufer- zum Käufermarkt, für den ein Angebotsnachholbedarf auffällig ist. Für die Produzenten bildete durchaus nicht mehr die Fabrikationskapazität, sondern die Nachfrage nach ihren Erzeugnissen den Engpass für weitere Progression.

Damit wurde es für die Entrepreneure obligat, sich rege um die Gunst der Verbraucher zu mühen, unterdessen sich diese untätig verhielten.

Die Gründe für den Wechsel vom Vertriebs zum Käufermarkt liegen sowohl auf der Angebots- als ebenfalls auf der Nachfrageseite.

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