Tue07252017

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Spezielle Kriterien bei der psychografischen Segmentierung

Erfahrungen zeigen dass, das kalendarische Lebensalter einzig bedingten Aussagewert besitzt. Deutlich entscheidender ist die Eigenschaft, wie sich der Käufer selbst beurteilt und mit welcher psychischen Generation er sich identifiziert.

Haushaltseinkünfte als einstmals wesentliche Segmentierungsgrundlage hat auf Grund der Nivellierung der Einkünfte breitester Schichten an Signifikanz eingebüßt. Der abnehmende Aussagewert der Haushaltseinkommen zeigt sich vornehmlich in der mittleren Einkommensschicht und bei Konsumptionsgütern des ständigen Bedarfs.

Je eher die Geltung der Einkünftehöhe als Unterscheidungs kriterium für eine separate Kundengruppe zurückgeht, desto stärker tritt die Neugierde an der sozialen Klassifizierung in den Vordergrund.

Die soziale Klasse (Ober-, Mittel- und Unterschicht) wird mit einem Punktbegutachtungsverfahren aus Verdienst, Anstellung und Bildungsgrad ermittelt. Erfahrungsgemäße Erkundigungen zeigen, daß sich die soziale Schicht in aller Regel auswirkt auf

•    Erwerbangewohnheiten

•    Informationsrezeptionsbereitschaft

•    Haltung zu Spar- und Konsumauftreten

•    Lebensstil

Psychografische Zerlegung

Die psychografische Aufsplittung fusst auf der Vergegenwärtigung, daß sich die Wünsche der Abnehmer oftmals vermöge des Lebensstils oder persönlicher Eigenarten unterteilen lassen als auf Ausgangsebene demografischer Kennzeichen.

Es liegt ein herausragendes Anliegen in der verhältnismäßig inferioren prognostischen Relevanz der demografischen Grundannahmen für das Anschaffungsverhalten.

Eine Führungskraft und ein Handwerker mögen z. B. gleich viel verdienen, zur gleichen Generation gehören und im gleichen Stadtteil wohnen, indes dennoch emotional und psychologisch völlig entgegengesetzt sein.

Einzig auf demografische Faktoren gestützt, fällt es einer Organisation schwer, spezifische Marketingprogramme zu konstruieren und erfolgreich durchzusetzen. Von daher gewinnt die psychografische Unterteilung dieser Tage kontinuierlich mehr an Bedeutung.

Als spezielle Kriterien sind bei der psychografischen Segmentierung zum Beispiel zu nennen: Persönlichkeitsfaktoren (kontaktfähig, selbständig, ökonomisch, renommeebewußt, konservativ, fortschrittlich usw.), Verhaltensattribute (Lebens- und Anschaffungsgewohnheiten) und Geisteshaltungen bzw. Erwartungen gegenüber charakteristischen Produkten oder Artikelgruppen.

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