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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Leistungserzeugungsprozess und Käufermarkt- Lage

Zeitnah zeigten die zentralen Erlebnisse der Firmen, daß es nicht reicht, Elaborate in guter Qualität und zu passenden Preisen herzustellen ebenso wie diese unter Benutzung erhöhter Salesanstrengungen an den Mann zu bringen.

Der Hintergrund für die vielen Rückschläge war darin zu sehen, daß man beileibe nicht zuvor bei der Fabrikatentwicklung - also vor der Artikelherstellung — die Wünsche und Bedürfnisse der etwaigen Verbraucher in Betracht zog. Auch in allen anderen profitorientierten Aktivitäten hat man sich zu gering auf die Marktfunktionalitäten in Linie gebracht.

Um mittlerweile in einer markanten Käufermarkt-Lage mit der phlegmatischen Rolle des Abnehmers und den Selbständigkeitsbestrebungen des Handels bestehen zu können, ist eine fundamentale Geistige Umgestaltung in der Firmaspolitik notwendig.

Die Fabrikationsorientierung führt in der Situation des Käufermarktes zweifellos in eine Problemsituation. Ebenso die Verkaufsorientierung ist kein Überlebensschema. Die einzige Option muß in einer detaillierten Kunden- bzw. Marketingorientierung gesehen werden.

Die Bedürfnisse des Kundenstammes werden zum Essentiellproblem aller gewinnorientierten Beschlüsse und Aktionen, denn die Unternehmensorganisation „lebt vom Markt". Dieses ist der Angelpunkt des neuzeitlichen Marketing.

Gegenüber der oben genannten unverfälschten Marketing-Notation auf der Basis der Verkaufsorientierung muß also der neue Auffassungsinhalt des Marketing gewichtig weiter gefaßt werden. Marketing ist keineswegs ein funktionaler Teilbereich der Unternehmenspräsenzs und insoweit auch nicht das letzte Glied im betrieblichen Leistungs erzeugungsprozeß.

Marketing steht eher am Beginn des Unternehmenspräsenzprozesses und strahlt von hier auf die betrieblichen Instanzen aus. Marketing wird infolgedessen zu einem Schema der Organisationssführung. Die exakte Begriffserklärung von Meffert bringt diese Erfordernis prägnant zum Ausdruck.

Letztendlich ist Marketing:

Planung, Absprache und Überprüfung aller auf die momentanen und potentiellen Märkte in Linie gebrachten Unternehmenspräsenzsaktivitäten. Vermöge einer dauerhaften Erfüllung der Kundenbedürfnisse sollen die Firmenziele im gesamtwirtschaftlichen Güterversorgungsablauf verwirklicht werden.

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