Wed09202017

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Temporäres Monopol-Produktpolitik

Produktpolitik umfasst jegliche Entscheidungen, die in unmittelbare Relation mit dem einzelnen Produkt getroffen werden und darauf ausrichtet sind, neue Produkte zu realisieren und im Markt einzuführen (Produktinnovation), momentan im Markt etablierte Produkte zu variieren (Produktmodifikation) wie noch 'alte' Produkte aus dem Programm auszulesen (Produkteliminierung) (Meffert).

Entscheidungen über Produkte und Produktionsprogramme sind den marketingpolitischen Grundsatzentscheidungen verbunden. Sie sollen am Beginn aller Betrachtungen für die optimale Marketingstrategie stehen.

Ein elementarer Pluspunkt des Mittels Produktpolitik besteht darin, daß neue oder berichtigte Produkte für eine unbestimmte Periode einen Vorsprung vor dem Mitbewerb sicherstellen.

Im Zusammenhang mit dem Marketing-Mix ist die Produktpolitik keinesfalls als ein technisches, sondern als eine marktorientierte Angelegenheit zu verstehen. Nur diejenigen Unternehmungen werden ihre beschlossenen Ziele erlangen, denen es gelingt, ihre Produkte konsistent auf die Bedürfnisse des Marktes zu justieren.

Die Marktorientierung in der Produktpolitik bildet die Grundsäule für den Unternehmenserfolg. Das wird auch vornehmlich dadurch explizit, daß dieser Tage in vielen Unternehmen die primären Umsätze mit Produkten vollbracht werden, die vor zehn oder gar fünf Jahren noch  nicht im Produktionsprogramm waren.

Einzig mittels einer rigoros marktbetreffenden Produktpolitik wird den Unternehmungen eine rechtzeitige Anpassung an die sich kontinuierlich schneller verändernden Marktverhältnisse gelingen.

Innert des vertriebpolitischen Instrumentariums nimmt die Produktpolitik eine essentielle Stellung ein. Letzten Endes hängen u.a. die Art der Preispolitik, die Ausformung des Vertriebsapparates, die detaillierte Art der Werbung und Verkaufsförderung von der Formgebung des Produktes ab, für welche sie in Kraft sind. Jegliche dieser marketingpolitischen Geschäftigkeiten sind laufend produkt- bzw. sortimentsbezogen.

Produktpolitische Maßnahmen besorgen den Organisationen ein sog. temporäres Monopol oder zumindest temporär eine monopolähnliche Position mit guten Ertragsmöglichkeiten.

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