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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Anpassbare Preispolitik

Zusätzlich zu der Produkt-, Kommunikations- und Distribution Policy stellt die Entgeltpolitik eine der vier Pfeiler innerhalb des verkaufspolitischen Instrumentariums dar. Sie setzt sich aus den Einzelmitteln Entgelt-, Abschlag- und Konditionenpolitik sowie Salesfinanzierung zusammen.

Innert der Entgeltpolitik kommt der Preispolitik die weitaus größte Geltung zu. Das Kerngehalt der Preispolitik prägen die Entscheidungen hinsichtlich der Wertlage, der Preisbindung für neue Fabrikate und der Preiskorrekturen für im Markt derzeit erprobte Handelsgüter.

Die preispolitischen Möglichkeiten im Sinne einer „lebhaft en Preispolitik" hängen im Großen und Ganzen vom Ausmaß der Uneinheitlichkeit des Angebots ab. Erreicht es einer Organisation nicht, für seine Artikel Bevorzugungen auf Konsumentenseite aufzubauen, so ist sie zu einer „anpassbaren Preispolitik" gezwungen; sprich: die Unternehmung hat sich an einen im Markt feststehenden Preis zu adjustieren.

Als wesentliche Bestimmungsfaktoren der gewerblichen Preisentscheidung sind im Allgemeinen anzusehen: Unternehmungszielvorstellung, Marktkonsistenz, Abnehmerverhalten, das Auftreten der Mitbewerber und Salesmittler, die Kosten und in gewissem Maße gleichfalls staatliche Regelfestlegungen.

Diese Parameter kommen somit außerdem in den drei unverzichtbaren Ausrichtungsmöglichkeiten bei der Preisbildung praktisch zum Ausdruck: kostenausgerichtete, nachfrageausgerichtete und mitbewerbsausgerichtete Preiserfindung.

Im Kontrast zu den seltenen Fällen der Preisbestimmung für neue Fabrikate stellen die Wertrevisionen ein perpetuierliches Entscheidungsproblem der Firma dar. Zusammenfassend ist dazu zu distinguieren, inwieweit die Preisveränderungen aus eigener Entschlusskraft oder als Effekt auf preisliche Maßnahmen der Konkurrenz geschehen.

Von am stärksten ausgeprägter Geltung bei Preismodifikationsentscheidungen sind die zu erwartenden Käufer- und Mitbewerbseffekte, wobei erstere vermöge der existierenen Preiselastizität der Nachfrage und von nicht objektiven Gesichtspunkten im Abnehmerverhalten bestimmt werden.

Für die Abstimmung der jeweiligen Reaktionswahlmöglichkeit auf Preisrevisionen der Mitbewerber spielt die sogenannte Kreuzpreiselastizität eine gewichtige Rolle.

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