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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Abnehmeranschauungsweise eines Produktes

Kernaussage des Produktbegriffs

Aus vertriebswirtschaftlicher Sichtweise ist dennoch bei einem Produkt keineswegs so sehr der technische Standpunkt entscheidend, stattdessen eher die mit dem Produkt schaffbare Sinnhaftigkeitstiftung für den Erwerber.

Der Abnehmer bzw. Verwender verbindet mit einem Fabrikat bestimmte Zweckhaftigkeitsvorstellungen und Nutzenannahmen.

Im Kontext des zuvor erwähnten Produktss wird besonders geschwind klar, daß der Kundenstamm in jenem Erzeugnis mehr sieht als lediglich eine technische bzw. physische Komponente. Für den Kunde stellt sie ein Medium zur Befriedigung besonderer Bedürfnisse und Wünsche dar.

Sie ermöglicht ihm Lust in seiner Freizeit, schöne Erinnerungen, ja letztlich eine Art Unvergänglichkeit. Vermittels des Artikels findet er zu einem Hobby, zu handwerklicher oder artistischer Wirkung; eventuell befriedigt sie gleichfalls sein Prestigebedürfnis und dient ihm als Standsymbol.

Dem Artikel wohnt also aus der Perspektive des Kunden fortlaufend eine persönliche Komponente inne. Das angebotene Produkt hat die Nutzbarmachung zum Ziel und wird infolge dessen vom Kundenstamm in seiner Rolle zur Zweckstiftung beurteilt: Dieser Tatbestand muss bei der Begriffs abgrenzung des Produktes zum Ausdruck kommen:

Ein Produkt stellt eine Leistungsabgabe dar, der die Eignung innewohnt, dem Abnehmer bzw. Verwender einen bestimmten Sinn zu spenden.

Der Nutzen eines Produktes existiert aus den beiden Komponenten Grundnutzen und Zusatznutzen; bei letzterem ist weiters noch eine sonstige Unterscheidung in persönlichem, soziologischem und magischem Nutzen ausführbar.

Der Grundnutzen basiert auf der technischen Rolle des Produktes, während der Zusatznutzeffekt aus Merkmalen des Produktes resultiert, welche mit der reinen Funktionsvollendung wenig oder gar nicht zusammenhängen (z.B. Art, Farbton, Verpackung usw.).

Das Ganzerlebnis eines Produktes ist aus Abnehmeranschauungsweise um so eindringlicher, je mehr der Zusatzvorteil bei diesem Artikel eine Rolle spielt. Der Zusatzsinn ist immer demzufolge von großer Signifikanz, falls die objektiven Konsistenzen des Produktes schwer durchdringbar sind (z.B. bei technisch komplexen Erzeugnissen).

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