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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Distinktion- Enwicklungsabläufe

Die Entwicklungspsychologie wendet verschiedene Methoden an, um zu ihren Forschungsresultaten zu kommen. Entscheidend ist hierbei, dass mithilfe geeigneter Indienstnahme maximale Objektivität erzielt wird.

Eine bedeutende Methode ist die Verhaltensbeobachtung in der ungekünstelten Konstellation; brauchbare Resultate ergeben sich hier allerdings nur, für den Fall, dass die zu besehenden Verhaltensweisen bewusst und mit System wahrgenommen, wennmöglich außerdem protokolliert werden.

Die Verhaltensobservation erstreckt sich im Normalfall auf eine eingeschränkte Zeitdauer. Spezialfälle sind die Dauerrekognoszierung und das Urne Sampling (Urnenmodell, Zufallstichprobe). Vor allem emotionale und soziale Verhaltensweisen sowie Spiel- und Betätigungsformen werden mit dieser Routine erfasst.

Die Verhaltensbeobachtung bei kontrollierten Konditionen setzt eine Versuchs- und eine äquivalente Kontrollgruppe voraus. Erst mithilfe des Vergleichs der beiden Gruppen kann verzeichnet werden, welche Folgen mit Hilfe der kontrollierten Prämissen zustandegekommen sind.

Experimente in der Entwicklungspsychologie sind vor allem die Leistungs- und Prüfprobeläufe, mit Hilfe derer zahlenmäßig fassliche Leistungen registriert werden sollen.

Vielmals werden sie durch ein Erforschungsgepräch ergänzt, um näheren Zugang in die Gründe des Handelns zu bekommen. Eine alternative Möglichkeit, zu entwicklungspsychologisch relevanten Ergebnissen zu gelangen, ist die Untersuchung unvoreingenommener Gebilde und die Fragenkatalogprozedur.

Zur Untersuchung von Anpassungen in der Zeit wird die Querschnittfunktion (kritische Auseinandersetzung und Vergleich von ausgewählten Altersgruppen) und die Längsschnittprozedur (kritische Auseinandersetzung von Einzelindividuen über längere Zeitdauer) oder ebenfalls eine Kombination der beiden Routinen angewendet.

Die zentralen Merkmale der Entwicklungsabläufe sind die Distinktion (Verbesserung von Funktionen), die Integration  (Beziehungszusammenhänge herstellen), Zentralisation (zunehmend zentrale Regelung des Verhaltens und Verminderung des zufolge von Koinzidenz initiiteren Reagierens), Ausprägung von Konsistenzen in allen psychischen Bereichen sowie Stabilisieren von Gewohnheiten, Eigenschaften, Haltungen und Denkweisen.

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