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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Entwicklungsverlauf von Gehirn und Nervenzellen

Die Determinanten der Weiterentwicklung sind Vererbung, Milieu und Selbststeuerung.

Kongenital sind strukturell-erbliche wie auch einzeln-genetische Merkmale, ferner gewisse Instinkte und Erbkompilationen. Auf Grund der Reifung entwickeln sich die Erbanlagen im organischen Bereich und formen die Grundlage und Grundvoraussetzung für die Entfaltung neuer Gebarensformen, bspw. Gehen, Reden, Denken.

Bar adäquates Wachstum des Körpers und Entwicklungsverlauf von Gehirn und Nervenzellen ist die Anschaffung dieser Verhaltensformen ausgeschlossen.

Die Wechselwirkungen zwischen Subjekt und Umwelt zeigen sich vor allem in Lernprozessen. Lernen wird in diesem Zusammenhang ganz generell definiert als Verhaltensänderung oder Entstehen neuer Verhaltensformen als Entgegnung auf bestimmte Umwelteindrücke.

Es hängt davon ab, ob die vermittelten sozialen Umgebungsreize mit System oder zufällig einen Lernprozess hervorrufen, werden verschiedenartige Arten des Lernens unterschieden. Damit man allgemein etwas lernen kann, müssen bestimmte biologische Voraussetzungen erfüllt sein:

Die Feinbeschaffenheit der Gehirnrinde, das bedeutet ein dichtes Netz von Nervenfaserbeziehungen, muß vermittels eines optimalen Lern- und Reizangebotes entwickelt werden.

Lernen und Entwicklung der Gehirnstrukturen haben eine prägnante gegenseitige Wechselbeziehung. Das Interesseverhalten und die ungeplante Funktionsübung sind weitere biologische Ausgangsebenen des Erlernens.

Die beiden essenziellen Spezialitäten allen Lernens sind das Generalisieren (Verallgemeinern einer Lernerfahrung) und das Unterteilen (Unterscheiden vergleichbarer Reizkonstellationen).

Zentrale Formen des Lernens sind die bedingte Reflexreaktion bzw. die bedingte Reaktion beim Menschen und die instrumentale Programmierung; sie kommen außerdem bei Tieren vor.

Bei der bedingten Reflexreaktion (klassische Programmierung) geht es darum, auf Vorsignale zu reagieren. Meist handelt es sich um Lernabläufe im biologischen Bereich; aber außerdem im psychischen Bereich sind bedingte Reaktionen möglich (Abwehrbenehmen).

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