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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Spiel und Ideenreichtum von Kleinkindern - Auftreten des kleinen Individuums

Spiel und leichtes Tun ist signifikantes Auftreten des kleinen Individuums. Es lernt folglich, sich in seiner Umwelt zurechtzufinden, mit Stoffen und Gegenständen umzugehen, eigene Eingebungen werkrealisierend zu effektuieren und persönlich Erlebtes umzusetzen.

Zu Beginn ist das Spiel vollends zweckfrei, schrittweise werden freilich stets konzentrierter bestimmte Ziele angezielt.

Ebenso die temporale Kontroverse mit einem Spielende nimmt mit zunehmendem Alter zu. Neugier und Funktionslust sind die belebenden Kräfte des kindlichen Spiels. Prägnant ist hierbei vor allem zu Beginn der rasche Austausch von Anspannung und Lösung.

Das Spiel transportiert das Kind in eine prägnante Kontroverse mit den Realitäten der Umgebung. Zuerst adaptiert es die Sachen an seinen Bedürfnissen und Wünschen an (Assimilierung), hinterher erwacht die Neugierde an den Dingen, wie sie faktisch sind, und sie werden angepass (Adaptation).

Funktions- und Erprobungsspiele sind im ersten Lebensjahr material-unspezifisch, vom 2. Altersjahr an material-eindeutig. Die Sachen werden unterdies auf ihre tatsächlichen Attribute hin untersucht. Weiterhin steht hingegen das Tun zuvorderst.

Werkleistendes Spiel: Erst auf dieser Ebene steht das "Machwerk", das Produkt in den Knotenpunkt des Interesses. Nun wird das Fabrikat  tituliert und bewußt intendiert, das Konzept wird zum Ziel geführt, und das Ziel ist als Umsetzung des Planes zu erkennen. Der Wandel von Anspannung und Lösung wird langsamer, Beachtung, Durchhaltevermögen und Konzentration steigen.

Bedingung für die Realisierung des werkerwirkenden Spiels ist taugliches Spielmaterial, Raum und Ruhe zum Spielen und die Anerkennung des Erwachsenen. Die spontane Tätigkeit des Kindes sollte weder mit Hilfe widriger Kritik noch mithilfe ungelegenen Materials begrenzt werden.

Rollen- oder Wunschvorstellungsspiel: Diesfalls reproduziert das Kind Erlebtes mit Hilfe individuell gestalteter, symbolische Illustration (markant für das Alter von 2 -4 Jahren). Jegliche Objekte können alles darstellen; über ihren Sinn im Spiel entscheidet die Fantasie und der Ideenreichtum des Kindes.

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