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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Kind-Entfaltungsvorgang

Die Fortentwicklung der Persönlichkeit ist ein einbeziehender Hergang, das heißt: die daran engagierten Aspekte stehen in enger wechselseitiger Relation. Im einzelnen Leben können die wechselvollen Kriterien jedoch eine unterschiedlich bedeutende Maßgeblichkeit haben:
 
Anlage (Gene)

Sozio - kulturelle Faktoren (Einwirkung der Angehörigen, der weiteren sozialen Nachbarschaft
und des Kulturkreises auf das Einzelwesen)

Selbststeuernde Geneigtheiten - Innerseelische, dynamische Aspekte, unbewusste dynamische Abläufe

Bei der mitwirkenden oder operativen Konditionierung ist das Einzelwesen engagiert. Es führt Gelingen (Belohnung) bzw. Rückschlag (Ermangeln der Belohnung oder Sanktionierung) eigenhändig herbei. Diese Lernform kann in der Praxis in allen Lebensbereichen (kognitiv, gefühlsmäßig und sozial) angewendet werden.

Deshalb ihre zentrale Wichtigkeit für die gesamte Pädagogik. Die besten Lerngewinne können vermittels abwechselnder, kohärenter Verstärkung und vermöge möglichst klarer Überlegungen über die begehrenswerten Handlungsweisen erzielt werden.

Das Lernen vermöge Einsicht ist eine Intelligenzleistungsfähigkeit und beruht auf dem Erkennen von Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Aspekten einer Lebenslage. Früher erlernte Problemlösungen können ohne vorheriges Probieren auf analoge Situatipnen angewendet werden.

Emotionale und zwischenmenschliche Handlungsweisen werden an erster Stelle zufolge Nachbildung und Identifizierung mit einer Modellperson gelernt.

Die Modellperson hat Idolcharakter und legt nahe, ihre Handlungsweisen, Denkweisen, Haltungen und so weiter nachzuahmen. Grundkriterium dazu  ist eine positive Interaktion zum Modell. Einfache Imitation ist personenunabhängig und erfolgt zuallererst häufig in den ersten Lebensjahren .

Die fordernderen Formen des Lernens sind alleinig dem Menschen bestimmt. Im essenziellen sind dieses: Das Begriffe-Lernen, das Normen-Lernen und das Lernen vermöge Einsicht.

Das Individuum als Persönlichkeit ist indes beileibe nicht nur ein Erzeugnis von Veranlagung und Umwelt. Zufolge Vitalstärke und Interessenrichtung vermag er seiner Fortentwicklung durch Selbstregulierung Anregungen zu geben.

Die Stärke der selbststeuernden Neigungen ist über die Beschwingtheit und Interessenrichtung hinaus außerdem von der Erziehung abhängig. Eine ermutigende, zur Eigenständigkeit anregende, nicht beengende Erziehung mag dabei eine entscheidende positive Nachwirkung haben.

Das Kooperation der divergenten Bestimmungsfaktoren ist eine wichtige Grundlage und zugleich ein Merkmal jedes Entfaltungsvorgangs. Besonders prägnant wird dies im Zusammenwirken von Reifung und Lernen: In den maßgeblichen Phasen sind vermittels determinierter Reifungshandlungsschemata ideale Lernbedingungen vorhanden.

In diesen Entwicklungsphasen lassen sich eindeutige Verhaltensweisen deswegen besonders simpel aneignen. Falls es an Impulsen während dieser maßgeblichen Zeitspannen fehlt, so ist ein ' Nacharbeiten ' darauffolgend bei weitem nicht ausgeschlossen, gleichwohl schon erschwert. Ein Aufholen bei verpassten Lernvorgänge ist umso bequemer, je früher Anlass hierfür vorliegt.

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