Wed07262017

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Übergangsphasen-Erwachsen

Die Frage nach den besonderen Eigenschaften des Erwachsenenalters in der Gegenüberstellung beispielsweise zum Jugendalter und zum Alter beileibe nicht mühelos zu beantworten ist.

Verschiedenartige Herangehensweisen liefern stellenweise unterschiedliche Feststellungen und vereinzelt überhaupt Kontradiktionen. Festzustellen ist: Es gibt keine lebensaltersmäßige Festsetzung des geheißenen Erwachsenenalters, zumeist ist die Phase von 20 oder 22 bis 60 oder 65 Jahren angesprochen.

Ein Begreifen des Erwachsenenlebensalters ist ausschließlich dann in gebührender Art möglich, falls wir diese Lebensabschnittsspanne als Abschnitt eines ganzen Lebenslaufs besehen, der seine maßgeblichen Bestimmungsgrößen aus dem vorweg gelebten Leben und den Wirkungen, denen jenes Leben unterlag, aufnehmen hat.

Weitere wichtige Bestimmungsgrößen sind: die allgemeine gegenwärtige Gegebenheit, Einnahmen, Berufstätigkeit, Familienstand und so weiter Die Auswirkung solcher Faktoren ist gravierender denn die endogenen Reifungsprozesse wie auch der die Bedeutung des Lebensalters in Jahren.

Die Verschiedenheiten zwischen den einzelnen Subjekten dieser Gruppe sind größer als in einem vorigen Lebensalter; demnach ein weiterer Grund für die diffizile Erklärbarkeit der Erwachsenen als Gruppierung.

Eine Phasenlehrmeinung der menschlichen Lebensgeschichte, die innen entstehende Veränderungsverläufe zum entscheidenden Axiom nimmt, entspricht beileibe nicht den momentan sicheren Kenntnissen. Weder die Differentiation einzelner Perioden noch deren Charakterisierung sind sicher und unstrittig möglich.

Dies gilt weiters für Krisen, die nach manchen Ansätzen den Übergang von einer Phase zur anderen markieren. Es gibt keine unabdingbaren Krisen in der Entwicklung des Erwachsenen. Obendrein haben Krisen eher in der psychischen und sozialen oder gesundheitlichen Situation eines Menschen ihre Substantiierung als in endogenen Prozessen.

Vergleichbar unzureichend wie die Phasenlehre ist das Konzept, welche von so genannten Wandlungsphasen ausgeht. Wohl scheut er die schwerwiegende Verbindung zu innen entstehenden Prozessen, doch kann wiewohl er zu bestimmten Strukturen führen, die der Einzigartigkeit des Lebens nicht gerecht werden.

Übergangsphasen, wie beispielsweise das Klimakterium oder die Pensionierung, werden äußerst voneinander abweichend und mit merklich individuellen Akzentuierungen erlebt als obendrein verarbeitet.

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