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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Kind-Relevanz der Leistungsmotivation

Motivationen entbrennen im Spannungsfeld von Wünschen. Sie lenken humanes Verhalten auf einen bezweckten Soll-Zustand hin. Es gibt autonome und heteronome Motivierung. Heteronom, fremdgesteuert sind die häufigsten Lernmotivationen im Rahmen mit der Sozialisierung des Vorschulkindes und des adepten Schulkindes. Das Kind soll sich ja an Maßstab adjustieren, deren Bedeutung es noch nicht erfassen mag.

Es lernt — mittels der Identifikation mit den Erziehungsberechtigten — das zu praktizieren, was mit Liebesbenefit belohnt und das zu unterlassen, welches mit Liebeseinbuße bestraft wird. Stückweise werden diese Werte zu Eigen gemacht, sprich: in das eigene Wertgebilde aufgenommen.

Mittel- und Oberschichtkinder haben zumeist eine passendere Leistungsmotivation denn Unterschichtkinder. Die Quellen liegen in einer stärker auf die Wünsche des Kindes stellung nehmenden Erziehungsart, als ferner in der geordneten Vermittlung von Erfolgserfahrung anhand der Untermauerung und in den offensichtlicheren Meritenserwartungen der Mittel- und Oberschichteltern.

Die adynamische Leistungsmotivierung der Unterschichtkinder führt mehrheitlich von Schulanfang an zu schlechteren Leistungen und damit zur Behinderung des Selbstwertgefühls.

Kinder lernen denn weder fürs Leben noch für sich selbst. Ihre Leistungsmotivation ist zusätzlich in den ersten Schuljahren äußerst deutlich außengesteuert, vorrangig anhand der Identifizierung mit dem elterlichen Idol und Anspruchspegel, obgleich ferner vermöge der Identifizierung mit den Postulaten des Pädagogen und den Richtlinien der Gruppierung.

Im Verlauf des Schulkindalters werden die Leistungsmotivationen verstärkt eigenständiger von affektiven Anhänglichkeiten an Menschen. Die Einstellung zum am Objekt per se selbst als wichtigste autonome Leistungsmotivation bekommt eine unaufhörlich größere Relevanz.

Gute Noten (zumeist ein Leistungsziel, das von ehrgeizigen Erziehungsberechtigte übernommen und interiorisiert wurde, wie auch der Nutzenswert deutlicher Leistungen auf dem Steg zur Umsetzung eines subjektiven Zieles, sind zusätzliche autonome Motivationen.

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