Wed08152018

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Genuines Instinktverhalten - 1. Lebensjahr von Kindern

Die Wahrnehmung ist zu Beginn allumfassend und orientiert sich an erster Stelle allein an die Stärke, nicht an die Beschaffenheit der Umweltanregungen. In der Rückmeldungsperiode zeigt erstes Observieren,

wobei dem menschlichen Angesicht besondere Betrachtung geschenkt wird (die Augen bieten Signalfunktion). Das Priorisieren sozialausgerichteter Reize scheint vererbt und dürfte in einer unmittelbaren Relation zur Abhängigkeit des Kindes zu seiner sozialen Umwelt stehen.

Ebenso werden komplizierte Strukturen einfachen gegenüber priorisiert. Die Aktivierung der weiteren Entfaltung mittels einer vielgestaltigen Umgebung ist offenkundig eine wichtige de facto Schlussfolgerung aus diesen Beobachtungen.

Erste Erinnerungs- und Lernleistungsabgaben treten in Beziehung mit der Nahrungsaufnahme auf (Vervollkommnung des Saugreflexes und Erwidern auf Vorandeutung. Ansonsten bestätigen sie sich im Rückblicken und Wiedererkennen, in Überraschtsein und Ahnen wie noch in den Fremdheitseindrücken.

Der Verstand gestaltet sich in dieser Phase noch nicht, jedoch werden erste sensomotorische Erfahrungen, auf denen die Intelligenzentwicklung danach etablieren wird, gemacht (besehen, halten, berühren, greifen).

Im gefühlsmäßigen und zwischenmenschlichen Gebiet antwortet das Kind mit Lächeln auf den Menschen ganz global, zunächst auf das menschliche Konterfei und die Augen, später genauso auf die menschliche Stimmlage. Weiters ahmt es den Antlitzausdruck automatisch nach. Es handelt sich dabei um ein genuines Instinktverhalten.

Die Dynamik der Sprache hat bezeichnende Vorstadien: das Plappern und die Lautäußerungen. Das Plappern ist ein Funktionalitätsspiel, die Geräuschäußerungen erweisen die charakteristische menschliche Geneigtheit, anhand von 'Sprechen' auf Sprache zu entgegnen. Auf solcher Ebene der Sprachdynamik ist das Kind allerdings auf Kundgabe und Auslösung von Gebaren der Umgebung begrenzt.


Die Zeitspanne der aktiven Hinsicht zur Umgebung (zwischen 7. und 11. Monat) ist beschrieben mittels einer größeren motorischen Wendigkeit, welche nun nicht zuletzt eine aktive Betrachtung zum Erwachsenen und eine tätige Inbesitznahme von Dingen ermöglicht.

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