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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Verminderung psychischer Spannungen-Rollenspiele von Kindern

Unbelebtes mag lebend werden, die eigene Individualität ebenso wie fremde Individuen können Rollen angeeignet bekommen. Das Gebaren der Rollenperson wird kopiert. Der Als-wenn-Charakter ist dem Kind dieserfalls stets bewusst.

Das Rollenspiel erfüllt eine Vielzahl Bedürfnisse. Es ist für das Kind vorerst eine Verbindung zur Realität und hilft, verschiedenartige Erlebnisse zu verarbeiten, gewissermaßen die Welt zu  eigen zu machen. Ebenso wird das Rollenschauspiel zumeist ferner zur Verminderung psychischer Spannungen verwendet, indem es Balance für unlustvolle Erlebnisse schafft, sowie Aggressionen abfließen lässt, unbefriedigte Wünsche in erleichterter Form bewerkstelligt und vermittels Iteration von angstbesetzten Gegebenheiten als Ausgang wirkt. Solche Besonderheit des Rollenspiels wird in der Psychoanalytische Praxis gezielt angewendet.

Das Rollenspiel ebbt mit dem Nachlassen des Anthropomorphismus und Selbstzentrismus wie auch der verstärkten Wirklichkeitsberücksichtigung in den ersten Jahren in der Schule ab. Zuvor es wegfällt, erfährt es eine Entwicklungsphase der Sozialisierung, im Zuge dessen dass hergebrachte Rollen in der Gruppe ausgelebt werden (5 - 7 Jahre).

Allesamt spontanen Kinderspiele enthalten reichlich Lernmöglichkeiten; namentlich bedeutend sind die Besorgung einer Arbeitsgesinnung (Beharrlichkeit, Aufmerksamkeit, gezielte Erkundung und Konsistenzgefühl) wie auch die Erfahrung gefühlsmäßiger Erlebniskompetenz und später die Anpassung an  das Nebeneinanderbestehen in der Peergruppe.

Deutlich für das Hineinwachsen des Kindes in unserer Gesellschaftssystem ist die Leistungsmotivation, und formt sich im Laufe des fünften Lebensjahres. Eine vorherige Fortentwicklungstufe ist das Regelspiel wie noch die Responsion des Kindes auf Erfolg respektive Misserfolg in der Konkurrenzsituation. Fehlschläge sind in solchem Alter eine starke Bürde und wird obendrein bis ins Schulalter wie Imageschwund erlebt. Die Leistungsstimulation ist gepaart mit Zielen, die das Kind sich gebt (Aspirationslevel) wie auch vom Glauben an eigenen Kompetenzen.

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