Mon01222018

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Senföl und Radieschen bei Erkrankungen

Infektionen werden in der Praxis mehrheitlich mit Antiinfektiva behandelt. Der therapeutische Erfolg wird hierbei freilich mit einem ungünstigen Nebenwirkungsspektrum und dem Risiko der Entwicklung widerstandsfähiger Keime erkauft.

Vermöge der gefahrenträchtigen Entfaltung von Antiinfektivaresistenzen raten inzwischen immer mehr Experten von einer maßlos großzügigen Verordnung dieser Stoffe ab und plädieren dafür, bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Infizierungen auf phytotherapeutische Optionen auszuweichen - zum Beispiel Senföle.

Derbei sind erst einmal diejenigen Präparate von Relevanz, deren ärztliche Nützlichkeit durch entsprechender Studien akademisch dokumentiert ist.

Senföle bieten prägnante mikroben hemmende Eigenheiten.

Wie ausgewählte In-vitro-Studien beweisen, entwickeln beispielsweise die in Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel beherbergt Senföle eine betont keimhemmende Auswirkung contra insgesamt mehr als 10 medizinisch relevante Bakteriumarten, darunter auch problematische Krankheitskeime wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus).

Senföle reichern sich im Körper gerade in Harnblase und Lunge an. Daher ist die These rechtmäßig, dass sie an erster Stelle bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegskontaminationen als eine leistungsfähige und gut amikale Option zu Antiinfektiva infrage kommen können.

Auch ist für diese pflanzlichen Substanzen, im Kontrast zu chemischen Antiinfektiva, obendrein nach Langzeittherapie keine Resistenzentfaltung bekannt.

Senföle zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die von der Pflanze als Protektion, beispielsweise vor Fressangriffen durch Schädlinge oder zur Gegenwehr gegen krankheitserregende Kleinstlebewesen, gebildet werden. Speziell reich an Senfölen ist die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu deren allgemein bekannten Vertretern Kren, Radieschen und Senf gehören.

Powered by

Powered by SkillZone