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Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Senföle-Alternative zu Tabletten

Kontaminationen werden in der Praxis meist mit Antiinfektiva behandelt. Der heilende Erfolg wird derbei allerdings mit einem negativen Randerscheinungsspektrum und der Gefahr der Entwicklung widerstandsfähiger Keime erkauft.

Zufolge der gefahrenträchtigen Steigerung von Antibiotikaresistenzen raten inzwischen immer mehr Experten von einer maßlos großzügigen Verordnung dieser Stoffe ab und stimmen dafür, bei undramatischen viralen und bakteriellen Kontaminationen auf phytoheilende Optionen auszuweichen - beispielsweise Senföle.

Dabei sind erst einmal diejenigen Medikamente von Wichtigkeit, deren ärztliche Nützlichkeit durch entsprechender Studien akademisch protokolliert ist.

Senföle realisieren signifikante mikroben hemmende Eigenheiten. Wie verschiedene In-vitro-Studien bestätigen, entfalten etwa die in Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel integriert Senföle eine augenfällig bakteriostatische Wirkung versus insgesamt mehr als 10 klinisch relevante Bakteriumarten, darunter auch brisante Krankheitserreger wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus).

Senföle vermehren sich im Körper speziell in Harnblase und Lunge an. Mithin ist die Vorannahme statthaft, dass sie in erster Linie bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegskontaminationen als eine effektive und gut kompatibele Alternative zu Antibiotika gehandelt werden können.

Nicht zuletzt ist für diese pflanzlichen Substanzen, im Gegensatz zu chemischen Antibiotika, auch nach Langzeittherapie keine Resistenzbildung bekannt.

Senföle zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die von der Pflanze als Schutz, zum Beispiel vor Fressangriffen durch Schädlinge oder zur Verteidigung gegen krankheitserregende Mikroorganismen, gebildet werden. Vor allem reich an Senfölen ist die Verwandtschaft der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu deren allgemein bekannten Vertretern Meerrettich, Radieschen und Senf gehören.

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