Tue07252017

Last updateFri, 16 May 2014 2pm

Eigenheiten des Erwachsenenalters

Die Fragestellung nach den besonderen Eigenheiten des Erwachsenenalters in der Gegenüberstellung beispielsweise zum Jugendlebensalter und zum Alter beileibe nicht bequem zu beantworten ist.

Unterschiedliche Positionen ergeben in einem bestimmten Ausmaß diverse Ergebnisse und gelegentlich gar Gegensätzlichkeiten. Festzuhalten ist: Es gibt keine lebensabschnittsmäßige Festsetzung des geheißenen Erwachsenenalters, im Regelfall ist die Zeitspanne von 20 oder 22 bis 60 oder 65 Jahren adressiert.

Eine Erkenntnis des Erwachsenenlebensabschnitts ist alleinig dann in sinnvoller Weise schaffbar, sobald wir diese Lebensaltersspanne als Bestandteil eines gesamten Lebenslaufs mustern, welcher seine essentiellen Determinanten aus dem vorweg gelebten Leben und den Wirkungen, denen dasjenige Leben unterlag, erfahren hat.

Übrige wichtige Determinanten sind: die allgemeine gegenwärtige Situation, Einnahmen, Berufstätigkeit, Familienstand et cetera Der Einfluss solcher Kriterien ist schwerwiegender wie die innen entstehenden Reifungsprozesse wie noch der der Effekt des Lebensalters in Jahren.

Die Abweichungen zwischen den einzelnen Persönlichkeiten dieser Gruppe sind größer denn in einem vorangegangenen Lebensabschnitt; demnach ein weiterer Beweggrund für die verfahrene Beleuchtbarkeit der Erwachsenen als Elementgruppe.

Eine Phasenlehre der humanen Lebensgeschichte, welche innen entstehende Entfaltungsverläufe zum ausschlaggebenden Bestimmungsfaktor nimmt, entspricht keinesfalls den derzeitig gesicherten Kenntnissen. Weder die Abgrenzung einzelner Entwicklungsabschnitte noch deren Kennzeichnung sind sicher und unstrittig erreichbar.

Das gilt auch für Krisen, die nach manchen Ansätzen den Wandel von einer Phase zur anderen markieren. Es gibt keine vorauszusehenen Krisen in der Fortentwicklung des Erwachsenen. Zudem haben Krisen eher in der psychischen und sozialen oder gesundheitlichen Konstellation eines Menschen ihre Bekräftigung als in innen entstehenden Prozessen.

Vergleichbar unzureichend wie die Phasenlehre ist die Herangehensweise, welche von benannten Wandelphasen ausgeht. Zwar vermeidt er die essentielle Beziehung zu von innen kommenden Prozessen, doch kann ebenfalls er zu bestimmten Gefügen führen, die der Individualität des Lebens keineswegs gerecht werden.

Transitionsphasen, wie beispielsweise die Wechseljahre oder die Versetzung in den Ruhestand, werden äußerst andersartig und mit deutlich individuellen Akzenten erlebt als weiters verarbeitet.

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